Ein Teich, dahinter Bäume ohne Blätter

Petri Heil! Wer sich im Januar ans Wasser wagt, gehört definitiv zum harten Kern. Auch wenn der Stoffwechsel der Schuppenträger bei den aktuellen Temperaturen im Keller ist, heißt das nicht, dass nichts geht. Im Gegenteil: Mit der richtigen Taktik ist der Wintermonat Januar eine erstklassige Zeit für kapitale Räuber.

Angeln im Januar: Welche Fische beißen im Winter?

Der Januar gilt oft als die „saure Gurkenzeit“ unter Anglern. Das Wasser ist eiskalt, die Tage sind kurz und die Fische träge. Doch wer den inneren Schweinehund überwindet, kann jetzt Sternstunden erleben. Da die Fische ihre Energie sparen müssen, bewegen sie sich kaum – wenn du sie aber findest, stehen die Chancen auf einen Ausnahmefang sehr gut.

Die Top-Zielfische im Januar

Hier ist eine Übersicht, wer jetzt besonders aktiv ist und wo du die besten Chancen hast:

Fischart Aktivität Top-Köder Standort
Zander Hoch Schlanke Gummifische (langsam geführt) Tiefe Löcher, Hafeneinfahrten
Hecht Mittel Große Wobbler, tote Köderfische Kanten zu tiefem Wasser
Quappe Sehr Hoch Tauwurm, Heringsfetzen Steinpackungen, Strömungskanten
Barsch Mittel Kleine Jigs, Dropshot-Montagen Tiefe Unterstände, Brückenpfeiler
Döbel Hoch Frühstücksfleisch, Käse, Brot Beruhigte Flussabschnitte

Warum der Januar eine Chance ist

  1. Die Ruhe am Wasser: Die meisten Gelegenheitsangler bleiben zu Hause. Du hast die besten Spots für dich allein.

  2. Kapitale Fische: Besonders große Hechte und Zander müssen auch im Winter fressen. Da sie weniger Kleinvieh jagen, konzentrieren sie sich auf lohnenswerte, große Beute.

  3. Die Quappenzeit: Während andere Fische ruhen, dreht die Quappe (Lota lota) jetzt erst richtig auf. Sie ist der absolute Star der kalten Winternächte.

Drei Goldene Regeln für den Januar-Erfolg

  • Slow Motion: Führe deine Köder so langsam wie möglich. Ein Fisch wird im 4°C kalten Wasser kaum einen Sprint hinlegen.

  • Tiefe suchen: Das wärmste Wasser (konstante 4°C) befindet sich am Gewässergrund in den tiefsten Bereichen. Dort sammelt sich der Fisch.

  • Kurze Beißfenster: Oft entscheiden nur 30 bis 60 Minuten am Tag über Erfolg oder Misserfolg. Sei besonders in der Dämmerung konzentriert.


Pro-Tipp: Vergiss die Thermoskanne und die richtige Kleidung nicht! Nur wer sich am Wasser wohlfühlt, bleibt konzentriert genug, um den oft zaghaften „Winter-Tock“ am Köder zu spüren.

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