Eine Angelrute mit Blinker  Dahinter ein Angelgewässer, umrahmt von Bergen

Die wichtigsten Schonzeiten für Fische im Harz

Schonzeiten (alle Angaben ohne Gewähr)

Beim Angeln im Harz musst du beachten, dass du dich meist in zwei verschiedenen Bundesländern bewegst: Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Da Fischereirecht Ländersache ist, unterscheiden sich die Schonzeiten und Mindestmaße oft, je nachdem, an welchem Ufer oder in welchem Teil des Gebirges du stehst.

Hier ist eine Übersicht über die wichtigsten Regeln für die typischen Harzer Zielfische:

Besonders die Forellenregionen des Harzes (Bode, Oker, Innerste und die Talsperren) unterliegen strengen Schutzphasen.

Fischart Schonzeit (ca.) Besonderheit im Harz
Bachforelle 01.10. bis 31.03. Die „Königin“ des Harzes. In dieser Zeit ist das Spinnfischen oft komplett untersagt.
Regenbogenforelle 01.10. bis 31.03. In Fließgewässern oft der Bachforelle angepasst; in Talsperren teils abweichend.
Äsche 01.01. bis 31.05. Streng geschützt, in vielen Harzgewässern ganzjährig geschont (Bestandsschutz).
Hecht 01.02. bis 30.04. Gilt besonders für die großen Talsperren (z.B. Rappbode oder Okertalsperre).
Zander 15.02. bis 31.05. Die genauen Daten variieren leicht zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Bachsaibling 01.10. bis 31.03. Oft in den kühlen Oberläufen der Harzbäche zu finden.

 

Regionale Unterschiede beachten

1. Sachsen-Anhalt (Ostharz)

Im Ostharz (z.B. Bode, Rappbodetalsperre) sind die Regeln im Landesfischereigesetz Sachsen-Anhalt verankert. Hier wird oft sehr penibel auf die Einhaltung der Winterschonzeit für Salmoniden geachtet, da viele Bäche als wichtige Laichgewässer dienen.

2. Niedersachsen (Westharz)

Im Westharz (z.B. Oker, Innerste, Oberharzer Teiche) gilt die Niedersächsische Binnenfischereiordnung.

  • Wichtig: An den Oberharzer Teichen (Weltkulturerbe) gibt es oft zusätzliche lokale Bestimmungen der Interessengemeinschaft Harzer Sportfischer.

Wichtige Regeln für den Harz-Angler

  • Köderverbot: Während der Salmonidenschonzeit (Herbst/Winter) ist an vielen Fließgewässern des Harzes jegliches Angeln mit Kunstködern oder Köderfischen untersagt, um die laichenden Forellen nicht zu stören.

  • Mindestmaße: Diese sind im Harz oft höher angesetzt als gesetzlich vorgeschrieben, um die Bestände nachhaltig zu sichern. Eine Bachforelle muss oft mindestens 28 cm oder 30 cm haben.

  • Nationalpark Harz: In den Kernzonen des Nationalparks ist das Angeln in der Regel komplett verboten. Prüfe vorab genau die Grenzverläufe!

Gastangelkarte beachten!

Tipp: Da sich Schonzeiten durch behördliche Anordnungen kurzfristig ändern können, ist der Blick auf deinen Erlaubnisschein (Gastkarte) absolut Pflicht. Was dort steht, ist für dein jeweiliges Gewässer verbindlich.

Eine Hand hält einen Barsch  Dahinter ein See

Angeln auf Barsch

Stachelritter im Visier: Tipps für das Angeln auf Barsch

Wenn das Wasser plötzlich „kocht“ und kleine Fische in Panik an die Oberfläche springen, ist klar: Die Barsche sind auf der Jagd! Der Flussbarsch ist einer der beliebtesten Zielfische im Harz. Er ist neugierig, kampfstark und ein echter Augenschmaus.

Doch wie knackt man den Code, um nicht nur die kleinen „Halbstarken“, sondern die kapitalen 40-Plus-Barsche ans Band zu bekommen?

Wo stehen die Barsche?

Barsche sind Strukturfans. Wer die Struktur im Teich findet, findet die Fische.

  • Steganlagen & Mauern: Im Harz bieten die historischen Steinmauern und Mönche (Wasserablaufsysteme) perfekte Deckung.

  • Totholz & versunkene Bäume: Hier lauern sie auf Beute. Aber Vorsicht: Hängergefahr!

  • Kanten & Barschberge: Barsche lieben abfallende Kanten, an denen sie aus der Tiefe heraus jagen können.

  • Unter Wasserpflanzen: Besonders im Sommer stehen die Trupps gerne im Schatten von Krautfeldern.

Die Qual der Wahl: Methoden & Köder

Der Barsch ist ein neugieriger Räuber, der oft auf Reize reagiert. Manchmal braucht er aber auch eine subtile Präsentation.

1. Spinnfischen mit Gummifisch & Jig

Der Klassiker. Mit kleinen Gummifischen (5–8 cm) in natürlichen Farben (bei klarem Wasser) oder Schockfarben (bei Trübung) suchst du aktiv das Wasser ab.

  • Tipp: Kurze, aggressive Sprünge über den Grund reizen die Seitenlinienorgane der Barsche.

2. Das Drop-Shot-Rig

Perfekt, wenn die Fische träge sind oder du einen Hotspot (wie einen versunkenen Baum) ganz präzise beangeln willst. Der Köder tanzt auf der Stelle, ohne dass du ihn wegziehst.

3. Hardbaits & Spinner

Klassische Spinner (Größe 2-3) gehen immer! Auch kleine Twitchbaits (Wobbler), die ruckartig geführt werden, imitieren perfekt ein verletztes Moderlieschen.

Der „Naturköder-Joker“

Wenn auf Kunstköder gar nichts geht, rettet oft der Tauwurm den Tag. An einer feinen Posenmontage oder am „Carolina-Rig“ gezupft, ist ein dicker Wurm für einen Barsch fast unwiderstehlich.

3 Goldene Regeln für den Barscherfolg

  1. Suche die Kleinfische: Wo sich Brutfischschwärme sammeln, sind die Barsche nicht weit. Beobachte die Wasseroberfläche!

  2. Farben wechseln: Barsche lernen schnell. Wenn die Bisse auf den grünen Gummifisch nachlassen, wechsel auf Orange oder Silber.

  3. Schnelligkeit gewinnt: Wenn du einen Barsch im Drill hast, folgen ihm oft seine neugierigen Artgenossen bis ans Ufer. Wirf sofort wieder ein, solange der Schwarm noch im „Fressrausch“ ist.

Eine Schleie (Fisch)

Angeln auf Schleie

Tipps und Tricks für das Angeln auf Schleie

Unter Anglern gilt sie als eine der ästhetischsten und gleichzeitig vorsichtigsten Bewohnerinnen unserer Gewässer: die Schleie (Tinca tinca). Mit ihrer olivgrünen Färbung, den winzigen Schuppen und den markanten roten Augen ist sie eine echte Trophäe für Naturgenießer.

Doch die „Grüne“ macht es uns nicht immer leicht. Wer Schleien fangen will, muss ihre Eigenheiten verstehen. In diesem Artikel erfährst du, wie du die scheuen Grundbewohner überlistest.

Wo suchen? Die Hotspots

Schleien lieben Deckung. Du findest sie selten im Freiwasser, sondern dort, wo es „grün“ ist.

  • Kraut- und Seerosenfelder: Hier suchen Schleien nach Schnecken, Larven und Würmern.

  • Schilfkanten: Ein klassischer Unterstand, besonders wenn das Wasser dort etwas tiefer ist.

  • Schlammiger Grund: Schleien gründeln gerne. Achte auf aufsteigende, winzige Luftblasen – das „Schleien-Sektfrühstück“ verrät dir ihren Standort!

Die beste Zeit: Der frühe Vogel fängt die Schleie

Schleien sind extrem lichtscheu. Die besten Fangchancen hast du in den Dämmerungsphasen.

  1. Morgendämmerung: Wenn der Nebel noch über dem Wasser steht, sind die Fische am aktivsten.

  2. Abendstunden: Sobald die Sonne hinter den Bäumen verschwindet, ziehen sie in die flacheren Uferzonen.

  3. Wetterumschwung: Ein warmer Sommerregen kann die Beißlaune massiv steigern.

Taktik & Montage: Feinheit ist Trumpf

Die Schleie ist eine wahre Meisterin darin, Widerstand zu spüren und den Köder sofort wieder auszuspucken. Daher gilt: So leicht wie möglich!

Die Posenmontage (Waggler)

Das klassische „Lift-System“ ist hier unschlagbar. Die Pose wird so eingestellt, dass das unterste Schrotblei kurz über dem Grund hängt oder leicht aufliegt. Hebt die Schleie den Köder an, steigt die Pose aus dem Wasser – der perfekte Moment für den Anhieb.

Die Feederrute

In größeren Gewässern ist ein Method-Feeder mit einem kurzen Vorfach effektiv. Als Köder dienen hier oft kleine Pellets oder Mini-Boilies, die im Futterballen versteckt werden.

Der perfekte Köder

Schleien sind Gourmets. Was heute funktioniert, kann morgen ignoriert werden. Habe deshalb immer eine Auswahl dabei:

  • Der Klassiker: Ein dicker Tauwurm oder ein Bündel Mistwürmer (der Eigenkrampf der Mistwürmer wirkt oft Wunder!).

  • Die süße Versuchung: Dosenmais, gerne mit Vanille- oder Honigaroma verfeinert.

  • Die Kombi: Ein „Cocktail“ aus einem Maiskorn und einem Wurm ist oft der Schlüssel zum Erfolg.

Profi-Tipps für den Fangerfolg

  1. Wenig, aber präzise füttern: Schleien ziehen oft in kleinen Trupps umher. Ein Teppich aus Hanf, Paniermehl und zerschnittenen Würmern hält sie am Platz, ohne sie zu sättigen.

  2. Absolute Ruhe am Ufer: Erschütterungen (hartes Auftreten) oder lautes Reden vertreiben die Fische sofort aus der Uferzone.

  3. Geduld beim Biss: Schleien „nuckeln“ oft minutenlang am Köder. Schlag erst an, wenn die Pose zügig wegwandert oder deutlich flach auf dem Wasser liegt.

Blick auf einen Angelteich
Angeln in einem Stausee

Angeln im April: Der große Frühlingserwachen

Im April erwacht das Wasser zum Leben! Das ist die Zeit, in der die Natur explodiert, aber für uns Angler ist es auch ein Monat der Kontraste: Während einige Fischarten in der Schonzeit sind, kommen andere nach dem Winter erst so richtig in Fahrt.

Der April ist für Angler einer der spannendsten Monate des Jahres. Das Wasser erwärmt sich langsam, die ersten Insekten schlüpfen und die Fische verlassen ihre tiefen Winterquartiere, um in den flacheren, sonnendurchfluteten Bereichen nach Nahrung zu suchen. Aber Vorsicht: „Aprilwetter“ ist kein Mythos – schnelle Temperaturstürze können die Beißlaune kurzzeitig bremsen.

Wer beißt im April?

Im April dreht sich alles um die Rückkehr der Friedfische und die Schonzeiten der Raubfische. Hier ist der Überblick:

Fischart Status Top-Köder Strategie
Schleie Erwacht Mistwurm, Mais Flache, schlammige Uferzonen
Karpfen Aktiv Kleine Boilies, Pellets Sonnige Flachwasserbereiche
Forelle Hochsaison Spinner, Spoon, Bienenmade Sauerstoffreiche Bachläufe / Seen
Rotauge / Brassen Sehr Aktiv Made, Hanf, Caster Futterplatz im Mittelwasser/Grund
Hecht / Zander Schonzeit (Meist geschützt) Brutgeschäft schützen!

Die April-Highlights am Wasser

  1. Die Schleien-Jagd: Sobald die Wassertemperatur die 10°C-Marke knackt, werden die „grünen Schönheiten“ aktiv. Der April ist die Zeit der ersten zaghaften Heber-Bisse an der Pose.

  2. Forellen-Spektakel: Viele Bäche und Teiche werden jetzt frisch besetzt oder die Wildfische werden nach dem Winter hungrig. Ein kleiner silberner Spinner wirkt im klaren Aprilwasser oft Wunder.

  3. Friedfisch-Boom: Massenfänge von Rotaugen und Güstern sind jetzt keine Seltenheit, da sich die Schwärme für das Laichgeschäft sammeln.

Strategie-Tipp: Folgt der Sonne!

Im April ist das Wasser in den flachen Buchten oft 2–3 Grad wärmer als im Rest des Sees. Schon dieser kleine Unterschied lockt die Fische an. Sucht euch Stellen, auf die die Mittagssonne direkt scheint – dort spielt sich jetzt das Leben ab.


Wichtiger Hinweis: Der April ist in vielen Bundesländern die Haupt-Schonzeit für Hecht und Zander. Nutzt die Zeit, um euer Tackle zu sortieren, auf Friedfisch umzusatteln oder den Forellen nachzustellen. Respektiert die Laichzeiten, damit wir auch im Herbst wieder kapitale Räuber fangen!

Pellets für Fische

Richtig Anfüttern im Frühjahr: Weniger ist Mehr!

Wenn die ersten Sonnenstrahlen das Wasser erwärmen, steigt bei uns Anglern die Vorfreude. Doch Vorsicht: Wer jetzt eimerweise Futter versenkt wie im Hochsommer, erlebt oft ein böses Erwachen. Im Frühjahr entscheidet die Qualität und die Attraktivität des Futters über den Erfolg, nicht die schiere Menge.

Die 3 Goldenen Regeln für das Frühjahrsfutter

1. Partikelgröße: Fein statt Grob

Im kalten Frühjahrswasser sättigen große Partikel (wie ganzer Mais oder dicke Boilies) die Fische zu schnell. Nutze stattdessen feines Mehlfutter. Das Ziel ist eine attraktive Wolke im Wasser, die die Fische anlockt und am Platz hält, ohne sie satt zu machen.

  • Tipp: Siebe dein Futter durch ein feines Maschensieb, um Klumpen zu entfernen.

2. Farbe und Kontrast

Das Wasser im April ist oft sehr klar. Ein heller Futterplatz auf dunklem Grund kann Kleinfische abschrecken, da sie sich dort wie auf dem Serviertablett für Räuber fühlen.

  • Strategie: Verwende dunkles Futter (schwarz oder dunkelbraun), um den Fischen Sicherheit zu geben. Ein paar wenige, helle Akzente (z.B. zwei, drei Maiskörner) dienen dann als optischer Blickfang für den Hakenköder.

3. Lockstoffe: Aromen sparsam einsetzen

Düfte verteilen sich im kalten Wasser langsamer als im warmen. Setze auf wasserlösliche Lockstoffe auf Alkoholbasis statt auf Ölbasis. Öle neigen dazu, im kalten Wasser zu „verklumpen“ und steigen nicht auf.

  • Favoriten: Fruchtige Aromen oder klassisches Vanille-Extrakt wirken im Frühjahr oft Wunder bei Rotaugen und Schleien.

ein „Frühjahrs-Mix“ Rezept:

  • 60% Dunkles Grundfutter (feine Struktur)

  • 20% Hanf (leicht geröstet, regt die Verdauung an)

  • 10% Lebendfutter (ein paar zerchnittene Würmer oder tote Maden – sie bewegen sich kaum weg und halten den Fisch am Platz)

  • 10% Paniermehl (für die Bindung)

Pro-Tipp: „Tote“ Maden sind im Frühjahr oft besser als lebendige. Lebendige Maden graben sich im weichen Schlamm schnell ein und sind für den Fisch unerreichbar. Tote Maden bleiben obenauf liegen und werden sofort gefunden.


Die Taktik: „Wenig, aber oft“

Beginne mit 2 bis 3 tischtennisballgroßen Ballen am Anfang. Erst wenn du Bisse bekommst, fütterst du ganz vorsichtig eine kleine Menge nach. So stellst du sicher, dass der einzige fressbare Brocken am Platz dein Hakenköder ist.

Ein Teich, dahinter Bäume ohne Blätter

Angeln im Januar: Fische, Köder, Taktik

Petri Heil! Wer sich im Januar ans Wasser wagt, gehört definitiv zum harten Kern. Auch wenn der Stoffwechsel der Schuppenträger bei den aktuellen Temperaturen im Keller ist, heißt das nicht, dass nichts geht. Im Gegenteil: Mit der richtigen Taktik ist der Wintermonat Januar eine erstklassige Zeit für kapitale Räuber.

Angeln im Januar: Welche Fische beißen im Winter?

Der Januar gilt oft als die „saure Gurkenzeit“ unter Anglern. Das Wasser ist eiskalt, die Tage sind kurz und die Fische träge. Doch wer den inneren Schweinehund überwindet, kann jetzt Sternstunden erleben. Da die Fische ihre Energie sparen müssen, bewegen sie sich kaum – wenn du sie aber findest, stehen die Chancen auf einen Ausnahmefang sehr gut.

Die Top-Zielfische im Januar

Hier ist eine Übersicht, wer jetzt besonders aktiv ist und wo du die besten Chancen hast:

Fischart Aktivität Top-Köder Standort
Zander Hoch Schlanke Gummifische (langsam geführt) Tiefe Löcher, Hafeneinfahrten
Hecht Mittel Große Wobbler, tote Köderfische Kanten zu tiefem Wasser
Quappe Sehr Hoch Tauwurm, Heringsfetzen Steinpackungen, Strömungskanten
Barsch Mittel Kleine Jigs, Dropshot-Montagen Tiefe Unterstände, Brückenpfeiler
Döbel Hoch Frühstücksfleisch, Käse, Brot Beruhigte Flussabschnitte

Warum der Januar eine Chance ist

  1. Die Ruhe am Wasser: Die meisten Gelegenheitsangler bleiben zu Hause. Du hast die besten Spots für dich allein.

  2. Kapitale Fische: Besonders große Hechte und Zander müssen auch im Winter fressen. Da sie weniger Kleinvieh jagen, konzentrieren sie sich auf lohnenswerte, große Beute.

  3. Die Quappenzeit: Während andere Fische ruhen, dreht die Quappe (Lota lota) jetzt erst richtig auf. Sie ist der absolute Star der kalten Winternächte.

Drei Goldene Regeln für den Januar-Erfolg

  • Slow Motion: Führe deine Köder so langsam wie möglich. Ein Fisch wird im 4°C kalten Wasser kaum einen Sprint hinlegen.

  • Tiefe suchen: Das wärmste Wasser (konstante 4°C) befindet sich am Gewässergrund in den tiefsten Bereichen. Dort sammelt sich der Fisch.

  • Kurze Beißfenster: Oft entscheiden nur 30 bis 60 Minuten am Tag über Erfolg oder Misserfolg. Sei besonders in der Dämmerung konzentriert.


Pro-Tipp: Vergiss die Thermoskanne und die richtige Kleidung nicht! Nur wer sich am Wasser wohlfühlt, bleibt konzentriert genug, um den oft zaghaften „Winter-Tock“ am Köder zu spüren.

Welche Fische beißen im Oktober

Welche Fische beißen im Oktober

Welche Fische beißen im Oktober? Ein Anglerguide für den Herbst

Der Oktober markiert den Übergang vom Sommer zum Winter und ist für Angler eine spannende Jahreszeit. Mit sinkenden Temperaturen und kürzer werdenden Tagen verändert sich das Verhalten der Fische. Doch welche Arten lassen sich im Oktober besonders gut fangen?

Warum der Oktober eine gute Zeit zum Angeln ist

  • Aktive Raubfische: Viele Raubfische wie Hecht, Zander und Barsch sind im Herbst besonders aktiv, da sie sich für den Winter kräftig füttern.
  • Klare Sichtverhältnisse: Das Laub an den Bäumen wird weniger, was zu klareren Sichtverhältnissen im Wasser führt. Dies erleichtert das Angeln mit Kunstködern.
  • Weniger Angeldruck: Im Vergleich zum Sommer ist der Angeldruck in vielen Gewässern geringer, was die Chancen auf einen erfolgreichen Fang erhöht.

Welche Fische sind im Oktober besonders interessant?

  • Hecht: Der Hecht ist wohl der beliebteste Raubfisch im Herbst. Die großen Exemplare ziehen sich oft in tiefere Bereiche zurück, während kleinere Hechte in Ufernähe zu finden sind.
  • Zander: Auch der Zander ist im Herbst sehr aktiv. Er bevorzugt in dieser Jahreszeit oft tiefere Stellen und Strukturen wie Kanten oder Unterwasserberge.
  • Barsch: Barsche sind im Herbst oft in Schulen unterwegs und stehen gerne an Krautflächen oder über sandigen Böden.
  • Forelle: In Forellenbächen und -seen können im Oktober noch gute Fänge gemacht werden. Besonders in den frühen Morgenstunden sind die Fische oft sehr aktiv.
  • Karpfen: Auch Karpfen sind im Herbst beißenwillig. Sie suchen in dieser Jahreszeit oft nach nährstoffreichen Stellen, um sich für den Winter zu stärken.

Tipps für erfolgreiches Angeln im Oktober

  • Wassertemperatur: Die Wassertemperatur spielt eine entscheidende Rolle für das Beißverhalten der Fische. Informiere dich über die aktuelle Wassertemperatur deines Gewässers.
  • Köderauswahl: Passe deine Köder an die Zielfischart und die Wassertemperatur an. Im Herbst sind natürliche Farben und langsam geführte Köder oft erfolgreich.
  • Angelplätze: Suche nach Stellen mit Verstecken, Strömungsbrüchen oder Unterwasserstrukturen.
  • Tageszeit: Die besten Fangzeiten variieren je nach Fischart und Gewässer. In den frühen Morgen- und Abendstunden sind die Fische oft besonders aktiv.

Fazit

Der Oktober bietet Anglern hervorragende Möglichkeiten, ihre Lieblingsfischarten zu fangen. Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Geduld lassen sich auch im Herbst schöne Erfolge erzielen.

Regenbogenforelle

Angeln auf Forelle

Forellenangeln: Eine Vielfalt an Methoden für den Fang der Silberkönigin

Die Forelle, oft auch als „Silberkönigin“ bezeichnet, ist ein beliebtes Ziel vieler Angler. Ihre Kampfbereitschaft und ihr köstliches Fleisch machen sie zu einem begehrten Fang. Doch welche Angelmethoden eignen sich am besten, um diese scheue Raubfischin zu überlisten? Lassen Sie uns einen Blick auf die beliebtesten Techniken werfen.

Die klassischen Methoden

  • Spinnfischen:

    • Bewegte Köder: Forellen reagieren sehr gut auf bewegte Köder. Gummifische, Spinner und Blinker sind hier die Klassiker.
    • Twitching: Durch ruckartige Bewegungen wird der Köder zum Leben erweckt und imitiert einen flüchtenden Beutefisch.
    • Jerkbaits: Diese Köder erzeugen starke Vibrationen im Wasser und locken so die Forellen an.
  • Fliegenfischen:

    • Trockene Fliegen: Imitieren Insekten auf der Wasseroberfläche.
    • Nassfliegen: Simulieren im Wasser lebende Insekten oder kleine Fische.
    • Streamer: Größere Fliegen, die Beutefische imitieren.
  • Posenangeln:

    • Teig: Ein Klassiker am Forellenteich. Der Teig wird am Haken befestigt und mit einer Pose ausgeworfen.
    • Maden: Kleine, rote Maden sind ebenfalls sehr beliebt bei Forellen.
    • Mais: Sowohl süß als auch salzig kann Mais Forellen anlocken.

Spezielle Techniken und Gewässer

  • Forellenteich: Hier sind Spinnfischen, Posenangeln und das Angeln mit der Fliege gleichermaßen erfolgreich.
  • Bäche und Flüsse: In fließenden Gewässern sind Nymphen und Streamer beim Fliegenfischen oft erfolgreich.
  • Seen: In stehenden Gewässern können sowohl Spinnfischen als auch das Angeln mit großen Ködern wie Blinkern oder Wobblern erfolgreich sein.
  • Vertikalangeln: Beim Vertikalangeln wird der Köder senkrecht nach unten angeboten. Diese Methode ist besonders effektiv in tiefen Bereichen.

Tipps für erfolgreiches Forellenangeln

  • Wassertemperatur: Forellen sind kälteliebend. In kühleren Gewässern sind sie oft aktiver.
  • Tageszeit: Die besten Fangzeiten sind oft in den frühen Morgenstunden oder am Abend.
  • Köderauswahl: Experimentieren Sie mit verschiedenen Ködern und Farben, um herauszufinden, was an Ihrem Gewässer am besten funktioniert.
  • Ausrüstung: Eine feine Rute mit einer passenden Rolle ist für das Forellenangeln ideal.
  • Gewässerkunde: Informieren Sie sich über die Gewässer, die Sie befischen möchten. Tiefe, Struktur und Bewuchs können wichtige Hinweise auf die Aufenthaltsorte der Forellen geben.

Fazit

Das Forellenangeln bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Ob Sie Anfänger oder erfahrener Angler sind, mit der richtigen Ausrüstung und etwas Geduld können Sie viele schöne Stunden am Wasser verbringen.

Okerstausee

Angeln im Stausee

Angeln im Stausee: Die Faszination der versunkenen Welten

Stauseen gehören zu den spannendsten, aber auch herausforderndsten Gewässern für uns Angler. Ob riesige Talsperre oder kleinerer Rückhaltesee – wer die Besonderheiten dieser künstlichen Ökosysteme versteht, wird mit kapitalen Fängen belohnt. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, worauf es beim Angeln im Stausee wirklich ankommt.

Warum Stauseen so besonders sind

Im Gegensatz zu natürlichen Seen unterliegen Stauseen oft starken Wasserspiegelschwankungen. Das beeinflusst das Verhalten der Fische massiv. Zudem verbergen sich unter der Oberfläche oft versunkene Strukturen: alte Flussbetten, Mauerreste oder sogar ganze Waldstücke. Diese „Hotspots“ sind wahre Magnete für Raub- und Friedfische.

Top-Tipps für Ihren Erfolg am Stausee

1. Das alte Flussbett finden

Das ursprüngliche Bach- oder Flussbett ist die Lebensader des Stausees. Hier ist das Wasser meist etwas tiefer und sauerstoffreicher. Suchen Sie mit dem Echolot oder einer Tiefenkarte nach den Kanten des alten Betts. Besonders Zander und Barsche patrouillieren hier gerne auf der Suche nach Beute.

2. Den Wasserstand im Auge behalten

Steigt das Wasser, ziehen die Fische oft in die neu überfluteten Uferbereiche, um dort Nahrung zu suchen. Sinkt der Wasserspiegel, ziehen sie sich ins tiefere Wasser oder in die Nähe der Staumauer zurück.

3. Struktur ist alles

Suchen Sie nach markanten Punkten:

  • Steinschüttungen: Beliebt bei Barschen und Aalen.

  • Totholz: Ein Paradies für Hechte, aber Vorsicht vor Hängern!

  • Staumauer-Bereich: Hier ist oft das tiefste Wasser, ideal für das Angeln im Hochsommer oder Winter.

Zielfische: Wer lauert in der Tiefe?

Stauseen sind bekannt für ihren exzellenten Bestand an:

  • Zander: Lieben die harten Böden und die Tiefe.

  • Hecht: Lauert oft an den steilen Kanten oder in flacheren Buchten.

  • Karpfen: In den nährstoffreichen Schlammzonen der Einläufe wachsen sie oft zu wahren Giganten heran.


Unser Experten-Tipp: Wenn Sie an einem neuen Stausee angeln, starten Sie am besten im Bereich des Zulaufs. Dort ist das Wasser meist flacher, trüber und bietet viel natürliche Nahrung – ein idealer Platz, um schnell den ersten Fisch des Tages zu haken.


Fazit: Geduld wird belohnt

Das Angeln im Stausee erfordert etwas mehr Vorbereitung und „Lesen“ des Gewässers als ein kleiner Vereinstümpel. Doch die Chance auf einen Ausnahmefisch ist hier um ein Vielfaches höher.

Innerstestausee

Der Innerste-Stausee im Harz

 

Eine Angelrute mit Blinker  Dahinter ein Angelgewässer, umrahmt von Bergen

Welche Fische beißen im September

Der September ist eine wunderbare Jahreszeit zum Angeln. Die Temperaturen sinken langsam, die Fische werden aktiver und bieten Anglern spannende Herausforderungen. Aber welche Fischarten lassen sich im September besonders gut fangen?

Die Stars des Septembers: Barsch und Aal

  • Barsch: Der Barsch ist im September oft der absolute Star am Wasser. Die Wassertemperaturen sinken, und der Barsch zieht sich in tiefere Regionen zurück. Er steht auf Beutefisch wie kleine Rotaugen oder junge Barsche. Gummifische in natürlichen Farben sind oft sehr erfolgreich.
  • Aal: Auch der Aal ist im September ein beliebtes Ziel vieler Angler. In den kühlen Nächten zieht er in die Uferbereiche, um nach Nahrung zu suchen. Würmer oder kleine Köderfische sind hier die klassischen Köder.

Weitere fängige Fische im September

  • Zander: Der Zander wird im September ebenfalls aktiver. Er bevorzugt tiefere Stellen und jagt in der Dämmerung und Nacht.
  • Hecht: Auch der Hecht kann im September gut gefangen werden. Er steht auf größere Beute wie kleine Fische oder Köderfische.
  • Karpfen: Karpfen sind das ganze Jahr über aktiv. Im September können sie besonders gut auf Naturköder wie Mais oder Teig reagieren.

Tipps für erfolgreiches Angeln im September

  • Wassertemperatur: Die Wassertemperatur spielt eine entscheidende Rolle. Mit sinkenden Temperaturen ziehen sich viele Fischarten in tiefere Regionen zurück.
  • Tageszeit: Die besten Fangzeiten variieren je nach Fischart. Barsche und Zander sind oft in der Dämmerung und Nacht aktiv, während Karpfen auch tagsüber beißen können.
  • Köderauswahl: Die richtige Köderauswahl ist entscheidend für den Erfolg. Experimentieren Sie mit verschiedenen Ködern und Farben, um herauszufinden, was an Ihrem Gewässer am besten funktioniert.
  • Gewässerkunde: Informieren Sie sich über die Gewässer, die Sie befischen möchten. Tiefe, Struktur und Bewuchs können wichtige Hinweise auf die Aufenthaltsorte der Fische geben.