Der Wiedelaher See in der Abenddämmerung

Angeln im Juli: Sommer, Sonne, kapitale Fänge!

Badehose einpacken und ab ans Wasser? Absolut, aber für den Fangerfolg im Juli gelten eigene Gesetze. Wenn das Thermometer steigt und die Sonne brennt, ziehen sich viele Fische tagsüber in tiefere, sauerstoffreichere Schichten oder in den Schatten von Seerosen und Stegen zurück. Wer jetzt seine Taktik anpasst und die heißen Mittagsstunden im Schatten verbringt, kann im Juli wahre Sternstunden erleben.

Die Top-Zielfische im Juli

Im Hochsommer läuft die Friedfisch-Saison auf Hochtouren, und auch für zwei ganz besondere Räuber ist jetzt die absolute Top-Zeit.

 

Die 3 wichtigsten Sommer-Regeln für Angler

1. Nutze die „Golden Hour“ und die Nacht

Vergiss das Angeln in der prallen Mittagssonne (außer du jagst Barsche). Die magischen Stunden liegen jetzt zwischen 4:00 und 7:00 Uhr morgens und ab 21:00 Uhr abends. Wenn die Luft abkühlt, kommen die großen Karpfen und Schleien ins flache Uferwasser, um zu fressen. Nachts schlägt dann die Stunde der Aale und Welse.

2. Sauerstoff ist alles

Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff speichern. Sucht gezielt nach Stellen, an denen das Wasser in Bewegung ist:

  • Einläufe von Bächen und Flüssen

  • Wehrschüsse und Strömungskanten

  • Bereiche, auf die der Wind drückt (Auflandiger Wind bringt Sauerstoff und Nahrung!)

3. Sommer-Taktik auf Barsch: Action an der Oberfläche!

Der Juli ist der absolute Top-Monat für das Topwater-Angeln. Wenn die Brutfische in dichten Schwärmen an der Oberfläche stehen, schießen die Barsche von unten hinein. Ein Popper oder Stickbait, der spritzend über die Oberfläche geführt wird, sorgt jetzt für spektakuläre Sichtbisse.

Wichtiger Fischwaid-Tipp: Durch die hohen Wassertemperaturen sind die Fische im Drill schneller erschöpft. Drille zügig und setze den Fisch (falls erlaubt und gewünscht) extrem schonend und schnell wieder zurück, da der Stressfaktor im warmen Wasser für die Tiere deutlich höher ist als im Winter.

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