Fluus im Harz mit Bäumen am Ufer

Nach dem grandiosen Angelstart im Mai legt der Sommer im Juni erst so richtig los. Für Angler ist dieser Monat eine absolute Traumzeit, denn die Tage sind lang, die Nächte lau und das Leben unter Wasser pulsiert. Ob an den tiefen Talsperren des Harzes oder den kleineren Teichen in der Region: Im Juni ist praktisch jede Fischart in Beißlaune.

Angeln im Juni: Diese Fische sind jetzt im absoluten Fressrausch

Der Juni ist der Monat der langen Tage und der kurzen Nächte. Das Wasser hat sich mittlerweile flächendeckend erwärmt, die Unterwasservegetation steht in voller Pracht und die Fische haben ihren Stoffwechsel auf Maximum hochgefahren. Für uns Angler bedeutet das: Hochsaison!

Nachdem im Mai viele Schonzeiten geendet haben, hat sich das Leben unter Wasser im Juni eingespielt. Welche Fische jetzt besonders gut beißen und wie du sie in den Harzer Gewässern überlistest, erfährst du in diesem Überblick.

1. Die Raubfische: Sommerliche Jagdszenen

Während die Räuber im Mai oft noch träge vom Laichen waren, sind sie im Juni topfit und extrem agil.

  • Der Zander: Der Juni ist der Monat für Zanderangler! In den allermeisten Gewässern ist die Schonzeit nun vorbei. Da die Fische das helle Sonnenlicht meiden, schlägt jetzt die Stunde der Dämmerungs- und Nachtangler. Flach laufende Wobbler, die in den Abendstunden parallel zu Steinpackungen oder flachen Uferbereichen geführt werden, sind jetzt eine absolute Waffe.

  • Der Barsch: Die gestreiften Räuber lieben das warme Wetter. Im Juni jagen die Barsche oft im Trupp und treiben die Brut- und Kleinfische an die Oberfläche. Wenn du das Wasser „kochen“ siehst, montiere einen Topwater-Köder (Popper oder Stickbaits) – die Bisse an der Oberfläche sind spektakulär!

  • Der Hecht: Die Hechte ziehen sich im Juni langsam aus den ganz flachen Zonen zurück und suchen Schutz im tieferen Wasser oder an den ersten großen Krautkanten. Größere Gummifische und tiefer laufende Wobbler bringen jetzt den Erfolg.

2. Die Friedfische: Perfekte Bedingungen für Ansitzangler

Für Friedfisch-Fans bietet der Juni optimale Bedingungen, da die Fische nun ihre Laichzeit weitgehend beendet haben und großen Hunger mitbringen.

  • Aal und Wels: Der Juni gilt als einer der besten Monate für das nächtliche Ansitzangeln. Wenn sich das Wasser tagsüber stark erwärmt hat, werden die Bartelträger in der Nacht aktiv. Ein dicker Tauwurm oder ein Köderfisch dicht am Grund oder im Mittelwasser angeboten, bringt im Juni regelmäßig kapitale Aale und Welse ans Band.

  • Karpfen: Die Riesen haben das Laichgeschäft meist hinter sich und müssen die verbrauchte Energie dringend wieder auffüllen. Im Juni lohnen sich nun auch ausgiebigere Futterkampagnen mit Boilies und Tigernüssen. Such dir schattige Plätze unter überhängenden Bäumen oder tiefere Rinnen.

  • Schleien und Brassen: Die sommerlichen Morgen- und Abendstunden sind perfekt für Schleien. Mit der Matchrute und einer feinen Pose direkt an den Seerosenfeldern erlebst du jetzt Natur pur und tolle Drills.

3. Salmoniden: Sommer-Taktik an den Harzer Bächen

An den Bächen und Flüssen des Harzes verschieben sich die Beißzeiten. Da das Wasser im Juni tagsüber wärmer wird, sinkt der Sauerstoffgehalt im hellen Sonnenlicht leicht.

  • Bachforelle & Äsche: Konzentriere deine Angeltrips auf die frühen Morgenstunden oder den späten Abend („Abendstieg“). Wenn die Sonne hinter den Harzer Bergen verschwindet, steigen die Forellen gierig nach Insekten. Trockenfliegen und kleine, silberne Spinner sind jetzt unschlagbar.

Profi-Tipps für den Juni

  1. Nutze die Randzeiten: Unter der prallen Mittagssonne flacht die Beißkurve im Juni oft ab. Geh lieber extrem früh ans Wasser (ab 4:30 Uhr) oder nutze die lauen Abendstunden bis in die Nacht hinein.

  2. Köderfarbe anpassen: Das Wasser ist im Juni durch Algenbildung und Plankton oft trüber als im Frühjahr. Schockfarben (Firetiger, Chartreuse) bei Kunstködern oder besonders aromatisierte Friedfischköder helfen den Fischen jetzt bei der Ortung.

  3. Vorsicht bei Kraut: Die Unterwasserpflanzen wachsen im Juni rasant. Passe deine Montagen an (z.B. Krautblinker für Hecht oder „Weedless“-Rigs beim Gummifischangeln), um frustfreie Stunden am Wasser zu genießen.

Die beste Zeit für lange Nächte

Egal, ob du beim Nachtangeln auf Zander und Aal den Glühwürmchen zuschaust oder morgens um fünf den Barschen nachstellst – der Juni bietet Angeln pur. Nutze die langen Tage und genieße die produktivste Phase des Sommers im Harz!

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