Ein Angler steht im Wasser im Morgengrauen  Im Hintergrund die aufgehende Sonne

Angeln im August

Mit der richtigen Strategie durch die Hundstage

Wenn der Hochsommer im August seinen Höhepunkt erreicht, stellen viele Fische ihr Fressverhalten tagsüber auf Sparflamme um. Wer jetzt mittags in der prallen Sonne fischen geht, wird oft mit leeren Händen nach Hause gehen. Mit angepassten Zeiten, tieferen Hotspots und der passenden Köderwahl schlägt der August am Wasser jedoch voll zu.

Die Hotspots im Sommermonat August

Bei steigenden Temperaturen zieht es die Fische dorthin, wo sie Sauerstoff und kühleres Wasser finden:

  • Tiefere Gewässerzonen: Während die flachen Uferbereiche tagsüber extrem aufheizen, bieten tiefere Löcher, Kanten oder die Schichten unterhalb der Sprungschicht angenehmere Bedingungen.

  • Sauerstoffreiche Einläufe: Bäche, kleine Zuläufe oder Bereiche unterhalb von Wehren und Staustufen locken Räuber und Friedfische magisch an.

  • Schattenplätze: Überhängende Bäume, Stege und dichte Seerosenfelder bieten nicht nur Schutz vor der Sonne, sondern auch Futter.

Taktik & Zeiten: Wann und worauf es jetzt beißt

1. Die Randzeiten nutzen

Die frühen Morgenstunden ab der ersten Morgendämmerung bis ca. 9:00 Uhr sowie die späten Abendstunden sind im August die Hauptfresszeiten.

2. Nachtangeln auf Raubfische

In lauen Augustnächten erwachen die Räuber. Das Angeln mit totem Köderfisch oder Fischfetzen auf Aal, Zander und Hecht ist jetzt besonders vielversprechend. Auch dicke Flussbarsche gehen in der Abenddämmerung gerne flach auf Jagd.

3. Oberflächen-Action auf Friedfische

Größere Schwärme von Rotfedern, Plötzen oder Alet lassen sich im August hervorragend an der Wasseroberfläche überlisten. Eine einfache Brotflocke an der freien Leine oder mit der Wasserkugel serviert bringt rasante Bisse.

Profi-Tipps für den Sommer-Erfolg

  1. Unauffällig fischen: Im späten Sommer sind die Gewässer oft glasklar und mit Kraut durchsetzt. Nutze feine Fluorocarbon-Vorfächer, um die Scheuwirkung zu minimieren.

  2. Ködergröße anpassen: Überall schwimmt die diesjährige Fischbrut („Brutfisch“) umher. Kleine Kunstköder zwischen 3 und 7 cm imitieren die natürliche Beute im August perfekt.

  3. Fischschonender Umgang: Hohe Wassertemperaturen bedeuten enormen Stress für gedrillte Fische. Halte Drills kurz und verzichte bei extremer Hitze darauf, Fische unnötig lange für Fotos außerhalb des Wassers zu halten.

Fazit: Lass dich von den Hundstagen nicht abschrecken. Wer die Weckerzeiten nach vorne verlegt und laue Sommernächte am Ufer verbringt, erlebt im August sternstundenartige Drills!